Videotechnik

Analogkameras und IP-Kameras

Der Unterschied zwischen IP- und Analogkameras besteht in der Übertragungsweise des Videosignals. Traditionell ist die Verwendung von analogen Kameras in der Sicherheitstechnik seit Beginn der Videoüberwachung. Hierbei wird das Videosignal über Koaxialkabel oder Zweidraht-Komponenten übertragen. Das Videosignal selbst wird (zumindest hierzulande) im Phase-Alternation-Line- Verfahren (PAL) moduliert. Seit Ende der 1990er nimmt die Verbreitung der Videoübertragung über Computernetzwerke stetig zu. Daher spricht man von IP-Kameras, da „IP“ – das „Internet Protokoll“ – eine Übertragungsweise in Computernetzwerken beschreibt. Während derzeit die Anzahl der installierten analogen Kameras noch überwiegt, werden seit einiger Zeit mehr IP- als analoge Kameras verkauft. Dies liegt zum einen an der einfacheren Einbindung in bestehende Topologien, aber auch an den zusätzlichen Funktionen wie eingebauten Relais, Sensoren, Audiotechnik oder integrierter Bewegungserkennung und Speicherung.

Doch auch im analogen Bereich gibt es technische Neuerungen. War HD-SDI noch ein Schlag ins Wasser - die Herstellung war teuer und die Hersteller haben sich beim Vermarkten der Technologie nicht mir Ruhm bekleckert - sind neueste Technologien wie HD-CVI interessante Alternativen, wenn eine Neuverkabelung einfach zu teuer oder umständlich wäre.

Wichtig ist in diesem Kontext immer, dass die eingesetzte Technologie zukunftssicher und kompatibel zu bestehenden oder neu aufzusetzenden Systemen ist. Wir setzen dabei ausschließlich auf führende Hersteller wie dahua, Axis, messoa, Arecont oder Samsung. Bei der Videomanagementsoftware setzen wir auf Milestone und AxxonSoft. Bei beiden Herstellern können wir uns sicher sein, dass traditionelles, analoges Video ebenso wie modernes IP-Video, aber eben auch analoges HD-CVI oder HD-TVI problemlos integrierbar ist. Mancher Kunde ist durch die falsche Wahl des VMS in seiner zukünftigen Entscheidungsfreiheit, welche Kameratypen oder welche Technologie eingesetzt werden kann, stark eingeschränkt - nicht selten so weit, nur noch die Kameras eines Herstellers einsetzen zu können. Das sollte in jedem vernüftigen geplanten Projekt von vornherein ausgeschlossen werden.

Videomanagementsoftware, VMS, Videoüberwachungssoftware, Überwachungssoftware

Unter Videomanagementsoftware, kurz VMS, versteht man eine Anwendung mithilfe derer man Kamerasignale darstellen, aufzeichnen und verwalten kann. Sie dient der Unterstützung des Wachpersonals, um in kritischen Situationen schnellstmöglich Hilfestellung zu leisten. Gute VMS zeichnet sich durch Flexibilität, eine intuitive Bedienoberfläche und weitere Hilfsmittel wie zum Beispiel Analysetools aus. Synonym für den Begriff Videomanagementsoftware, fallen auch oft die Begriffe Videoüberwachungssoftware oder Überwachungssoftware.